Neue Standards für EdelmetalleVon der Rohstoffgewinnung bis zum fertigen Schmuckstück ist Gold zumeist einen weiten Weg durch viele Länder gegangen. Um die Sozial- und Umweltstandards in der Schmuckbranche zu verbessern, braucht es nachvollziehbare Herkunfts- und Handelswege.



In Deutschland wird heute zumeist industrieller Gold-Schmuck verkauft, der in China, Indien oder Thailand gefertigt wird. An der Herstellung eines Schmuckstücks sind häufig eine ganze Reihe von Produktionsstätten beteiligt, während in Europa allenfalls noch die Endfertigung vorgefertigter Teile stattfindet. Dabei sind die Arbeits- und Lebensbedingungen der FabrikarbeiterInnen in den Niedriglohnländern vielfach alarmierend: lange Arbeitszeiten, unzureichende Löhne sowie Berufskrankheiten sind nicht selten. Umweltgesetze werden oft ignoriert. Am Beispiel der Kleidungs- und Textilindustrie wird deutlich, dass transparente Lieferketten nicht nur für Lebensmittel wie Kaffee oder Schokolade möglich sind. Seit den 1990er Jahren steigt die Zahl der Organisationen und Unternehmen, die nach ökologischen und sozialen Richtlinien Kleidung produzieren. Die beteiligten Unternehmen werden in der Umsetzung der Standards beraten und geprüft.
»Viele Schmuckhersteller haben keinen Überblick woher die von ihnen verarbeiteten Rohstoffe kommen.«
Südwind Institut