Sozial und Ökologisch: Nachhaltig gewonnenes GoldIn den vergangenen Jahren hat die Produktion von Recyclinggold deutlich zugenommen. Der hohe Goldpreis veranlasst viele Menschen ihr Altgold zu verkaufen. Auch die Wiederaufbereitung technologisch genutzter Metalle gewinnt an Bedeutung.



Gold gehört seit mehr als 8.000 Jahren zu den am meisten geschätzten Edelmetallen. Durch wiederholtes Einschmelzen und Bearbeiten hat es im Laufe der Zeit je nach Mode und Verwendung häufig seine Form geändert – zu Abfall wurde es jedoch noch nie. Heute findet Goldrecycling vorwiegend in Scheideanstalten statt. Um das reine Gold gewinnen zu können, muss es von beigemengten Metallen und Zusatzstoffen getrennt werden. Bei dieser aufwendigen Aufbereitung kommen in geschlossenen Kreisläufen auch chemische Substanzen wie Cyanide zum Einsatz. Auf diese Weise wird Gold ohne Qualitätsverlust beliebig oft wiedergewonnen und in den Material-Handel zurückgeführt.
Im direkten Vergleich zum industriellen Großbergbau kann das so genannte Urban Mining eine deutlich bessere Umweltbilanz aufweisen: Die natürlichen Ressourcen bleiben unangetastet und der Ausstoß von CO2-Emisionen sinkt erheblich. Zudem werden die sozialen Schäden in den Abbaugebieten vermieden.
Goldrecycling ist das vermutlich älteste Recyclingsystem der Menschheitsgeschichte.