Sozial und Ökologisch: Nachhaltig gewonnenes GoldZu den Pionieren im Fair-Trade Bergbau zählen die Minen-Projekte Oro Verde in Kolumbien und Ecoandia in Argentinien. In Zusammenarbeit mit internationalen Initiativen haben sie die ersten Richtlinien für einen ökologisch und sozial gerechten Kleinbergbau etabliert.









In Familienverbänden und Dorfstrukturen schürfen die ArbeiterInnen an den oberen Gesteinsschichten nach Gold. Das Edelmetall wird in Waschschüsseln und -rinnen durch Schwerkrafttrennung ausgewaschen, ohne den Einsatz giftiger Chemikalien. Den SchürferInnen gehen auf diese Weise etwa 20 – 30 % feinster Goldpartikel verloren, die in vergleichbaren Minen des Kleinbergbaus mit Quecksilber gebunden werden. Dagegen bleiben schwere Schäden an der Umwelt und CO2-Emissionen weitestgehend aus. Die Menschen leben und arbeiten unabhängig und selbstbestimmt. Zudem findet durch das mine-to-market-Prinzip ein Ausschluss des Zwischenhandels statt, was zu angemesseneren Löhnen führt.
Neben den Fair-Trade-Projekten gibt es einzelne Bergbauregionen, die ebenfalls auf giftige Chemikalien verzichten, wie in der Mongolei oder Alaska. In Deutschland wird seit einigen Jahren wieder durch Schwerkrafttrennung ökologisches Gold aus dem Rhein gewaschen.
Gold ist ein emotional besetzter Bedeutungsträger und ein Mythos.