Neue Standards für EdelmetalleDer gesellschaftliche Trend zu ökologischen und sozialen Themen hat mittlerweile auch den Edelmetall-Sektor erfasst. Durch öffentlichkeitswirksame Kampagnen von Menschenrechts- und Umweltorganisationen zählen Länder wie die USA und Großbritannien zu den Vorreitern dieser Entwicklung.




In den vergangenen Jahren formulierten Unternehmen und Verbände aus der Goldbranche eine Vielzahl so genannter Ethik-Codes. Darin verpflichten sich die Bergbauindustrie sowie Schmuckverbände und -betriebe freiwillig ökologische und soziale (Mindest-)Standards einzuhalten. Allerdings basieren die Richtlinien im Wesentlichen auf unverbindlichen Vereinbarungen. Es gibt weder externe Kontrollinstanzen noch rechtliche Grundlagen, welche die Standards durchsetzen könnten.
Eine internationale Initiative ist der 2005 gegründete Responsible Jewellery Council – RJC, dem mittlerweile über 270 Unternehmen und Verbände beigetreten sind. Zu den Zielen des RJC gehört die Verbesserung ethischer, sozialer und ökologischer Standards entlang der Wertschöpfungskette von Schmuck. In Zukunft sollen autorisierte Gutachter die Einhaltung der Kriterien überprüfen und Betriebe zertifizieren.
»Es fehlt nicht an den Ansätzen, sondern an Ihrer Umsetzung.«
Dr. Heidi Feldt.