Gold aus konventionellem BergbauIm lokalen Kleinbergbau schürfen einzelne Menschen oder kleine Gruppen nach Gold. Sie arbeiten häufig selbstorganisiert, ohne Arbeitsverträge und Schürflizenzen. Das Einkommen beträgt nicht selten um die 2 – 3 Euro am Tag.



Mit Hacken und Schaufeln bauen die ArbeiterInnen das goldhaltige Erz ab. Nach dem Zerkleinern und Sortieren wird dem Gestein Quecksilber beigemengt. Das Gold verbindet sich mit dem Quecksilber und kann so restlos aus dem Stein herausgetrennt werden. Durch anschließendes Erhitzen verdampft das Quecksilber und übrig bleibt das Gold. Das giftige Schwermetall hingegen gelangt nicht nur in die Umwelt, sondern auch in die Körper der SchürferInnen, die zumeist ohne jede Schutzkleidung arbeiten. Quecksilber schädigt Leber, Nieren sowie das Zentralnervensystem und führt in hohen Dosen zum Tod.
Allgemein sind die Lebensumstände in den Minenregionen wegen mangelnder Sicherheit und hoher Kriminalität sehr schwierig. Gewalt, Prostitution und Ausbeutung gehören zum Arbeitsalltag. Zudem sind die Gewinne an den Goldverkäufen aufgrund von Zwischenhändlern stark reduziert. Letztlich ist die Aussicht, durch einen einstürzenden Stollen zu sterben, größer als reich zu werden.
»Der Kleinbergbau gehört zu den zehn größten Verschmutzungsproblemen der Welt.«
Blacksmith Institut, 2008