Gold aus konventionellem BergbauEine problematische Rolle spielt Gold in Konflikt- und Krisenregionen. Wertvolle Rohstoffe wie Diamanten, Tantal und Gold sind immer wieder eine maßgebliche Triebkraft, Bürgerkriege zu führen.



In den vergangenen Jahren stand hierfür die Republik Kongo stellvertretend im Fokus der Öffentlichkeit. Dabei ist das Prinzip immer gleich: Die Rohstoffvorkommen sind von Regierungstruppen und Rebellengruppen hart umkämpft. Wer Hoheit, über die Minen erlangen kann beutet diese aus. Über Drittländer werden die abgebauten Bodenschätze illegal ausgeführt und gelangen so in die regulären Materialströme. Mit den Einnahmen aus den Minen findet wiederum die Finanzierung neuer Kampfhandlungen statt. Auf diese Weise entwickeln sich die Auseinandersetzungen um Rohstoffe zum Selbstzweck der Konflikte.
Nach einer Studie des Südwind Instituts werden nahezu 95 % des im Kongo geförderten Goldes ins Ausland geschmuggelt. Damit trägt der Goldabbau weder zur wirtschaftlichen noch zur sozialen Entwicklung des Landes bei, sondern unterstützt vielmehr die kriegerischen Auseinandersetzungen.
»Mining is one of the most dangerous jobs in the world.«
Oxfam International, Hilfs- und Entwicklungsorganisation